Was muss ich bei einem Skiunfall beachten?

Was muss ich bei einem Skiunfall beachten?

Ein Skiurlaub soll in erster Linie Spaß machen und entspannend sein. Doch auch wenn man vorsichtig ist und jede FIS-Regeln beachtet, passiert manchmal ein Skiunfall. Doch was muss ich bei einem Skiunfall beachten? Denn egal ob ich direkt beteiligt bin oder den Unfall beobachten konnte, ich habe eine Verantwortung. Wichtig ist, dass man nun einen kühlen Kopf bewahrt und die richtigen Schritte vornimmt. In diesem Artikel möchte ich euch Antworten auf die wichtigsten Fragen nach einem Unfall geben. Zudem erhaltet ihr Tipps, was man im Vorfeld schon machen kann, um für einen Unfall gewappnet zu sein.

1. Frage: Habe ich mich verletzt?
Der erste und wohl schwierigste Schritt, ist ruhig zu bleiben und einen Selbst-Check durchzuführen. Kann ich noch alle Gliedmaßen bewegen? Wie fühle ich mich? Habe ich Schmerzen? Wenn ich mir nicht sicher sein sollte, ist es wichtig um Hilfe zu rufen, denn gerade bei Knochen-, Wirbel- oder Kopfverletzungen kann jede Bewegung folgen haben.

2. Frage: Habe ich einen Unfall beobachten können oder habe ich ihn verursacht?
Das wichtigste ist, dass man sofort stehen bleibt und handelt. Sollte man weiterfahren, macht man sich Strafbar, da man Fahrerflucht begeht. Zunächst sollte die Unfallstelle gesichert werden, um einen Folgeunfall zu vermeiden. Dazu steckt man seine Skier und Stöcke kreuzförmig hangaufwärts in den Schnee. Sollte der Unfall in einer Kurve oder in einem schlecht einsehbaren Pistenstück sein, werden die Skier davorgestellt. Was hierbei hilfreich ist, ist sich Hilfe zu holen.

3. Frage: Muss ich erste die Bergrettung anrufen oder erst Ersten Hilfe leisten?
Nachdem der Unfallort gesichert wurde, muss sofort mit Ersten Hilfe begonnen werden. Man sollte sich einen Überblick über die Situation verschaffen und mit der verletzten Person reden. Diese eventuell in eine bequeme Lage bringen und vor Unterkühlung schützen. Danach muss direkt der Notruf abgesetzt werden. Sollte die Person nicht mehr ansprechbar sein, findest du unter Frage 6 die richtige Antwort.

4. Welche Notrufnummer hat die Bergrettung?
In Europa gibt es die Euronotrufnummer 112. Unter dieser wird ihnen direkt geholfen. Wenn sie direkt zur Bergrettung gelangen möchten gibt es diese nationalen Notrufnummer:
o Österreich 140
o Frankreich 15
o Italien und Südtirol 118
o der Schweiz 144
o Deutschland 112

5. Was sind die wichtigsten Informationen für die Bergrettung?
Hier sollten möglichst schnell die 5 „W-Fragen“ beantwortet werden:
o Wo ist der Unfall geschehen? (Genaue Angaben des Unfallortes)
o Was ist eigentlich genau geschehen? (Beschreibung des Unfalls)
o Wieviel Verletzte gibt es? (Angabe Anzahl der Verletzten)
o Welche Art von Verletzungen können Sie erkennen? (Besonders lebensbedrohende Zustände schildern
o Wer meldet den Unfall? (Angabe des eigenen Namens mit ev. Rückrufmöglichkeit)

6. Was tue ich wenn der verletzte Skifahrer nicht mehr ansprechbar ist?
Sollte dies Eintreffen, gibt es die klare Anweisung des Deutschen Rote Kreuzes, die verletze Person in die stabile Seitenlage zu bringen und vor Unterkühlung zu schützen. Es sollte nicht versucht werden, die Person vom Unfallort weg zu bewegen. Hierbei können größere Schäden passieren. Sollte die Person nicht mehr atmen, muss direkt ein Notruf abgesetzt werden und mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Hier findet man die Anweisungen der aktuellen Erste Hilfe Vorgaben des Deutschen Roten Kreuzes.

7. Wer bezahlt die Bergrettung?
Ski Kosten sind immer vom Skiunfall und Ort abhängig, daher lässt sich hier keine pauschale Antwort finden. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen bei einem Skiunfall im Ausland die Behandlungskosten aber eventuell nicht den Transport, daher lohnt es sich oft noch eine Versicherung abzuschließen. Ich selbst habe das „DSV CLASSIC PLUS – Das Komplettpaket für alle Eventualitäten“ und kann es sehr empfehlen. Neben Unfällen deckt es auch noch Diebstahl oder Kosten bei kaputter Ausrüstung.
Die Leistungen sind:

Unsere Leistungen:
Ski, Snowboards, Skihelme und weitere Wintersportgeräte
• Eigene und gewerblich gemietete Ski, Snowboards und Skihelme Ski/Snowboards, Helme, Stöcke, Ski-/Snowboardschuhe, uvm. bis 10.000 Euro
• Bei Diebstahl – auch vor der Skihütte
• Bei Bruch oder Beschädigung

Unfall
• Bergungskosten auch für Hubschraubereinsätze
• Invaliditätsleistung
• Übergangsleistung
• Reha-Management

Kranken
• Ausländische Heilkosten oder Krankenhaustagegeld
• Ersttransport zum Arzt/Krankenhaus
• Rücktransport
• Überführung

Haftpflicht
• Inklusive Forderungsausfalldeckung
• Personen- und/oder Sachschäden
• Schlüsselverlust der Urlaubsunterkunft

Rechtsschutz
• Durchsetzung eigener Schadenersatzansprüche, z. B. nach einen fremdverschuldeten Unfall auf der Piste.

Kosten:
• 50,00 €pro Jahr pro Person Einzelmitgliedschaft
• 47,00 €pro Jahr pro Person Partnermitgliedschaft
• 115,60 €pro Jahr pro Familie

Geltungsbereich
Für Versicherte, deren ständiger Wohnsitz innerhalb Europas liegt, gilt der Versicherungsschutz weltweit. Für Versicherte, deren ständiger Wohnsitz außerhalb Europas liegt, gilt der Versicherungsschutz innerhalb Europas.

Alle Details zur dieser Versicherung findet ihr hier: https://www.ski-online.de/skiversicherung/dsv-classic-plus.html
Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen. Wenn ihr Fragen habt, kommentiert einfach oder schreibt mir gerne eine Mail. Schaut auch gerne im Blogbeitrag: Welcher Ski passt zu mir? vorbei. Hier findet ihr weitere Tipps.
Stay Tuned
Basti

2018-01-26T15:57:20+00:00