Altmühltalradweg: Von Rothenburg bis Kelheim – Highlights & Tipps
Der Altmühltalradweg: Warum er die beliebteste Radtour Deutschlands ist
Der Altmühltalradweg führt über 235 Kilometer durch eine der faszinierendsten Landschaften Bayerns. Mit nur etwa 690 Höhenmetern im regulären Verlauf ist er der perfekte Mix aus Entspannung und Naturerlebnis. Doch wir wollten mehr: In unserem Guide starten wir nicht erst in Gunzenhausen, sondern verlängern die Tour ab der mittelalterlichen Perle Rothenburg ob der Tauber.
Hier erfährst du alles über die Highlights, die beste Verpflegung und praktische Tipps für deine nächste Tour.
Der perfekte Start: Von Rothenburg ob der Tauber zur Altmühlquelle
Wer den Altmühltalradweg verlängern möchte, sollte unbedingt in Rothenburg ob der Tauber starten. Das weltberühmte Motiv am Plönlein ist der ideale Startpunkt für ein Erinnerungsfoto, bevor es losgeht.
Pro-Tipp zur Anreise: Parke dein Auto an einem großen Bahnknotenpunkt wie Nürnberg. Von dort kommst du bequem mit dem Zug zum Startpunkt nach Rothenburg. Am Ende der Tour in Kelheim (Bahnhof Saal an der Donau) fährst du über Regensburg einfach wieder zurück nach Nürnberg.
Die Etappen-Highlights im Überblick
1. Von Burgen und Quellen
Gleich zu Beginn wartet die Burg Colmberg aus dem 13. Jahrhundert. Die ehemalige Festung der Hohenzollern thront majestätisch über dem Tal und dient heute als Hotel mit einer fantastischen Aussicht. Ein kurzer Abstecher zur Altmühlquelle gehört natürlich zum Pflichtprogramm, bevor die Strecke flacher und entspannter wird.
2. Altmühlsee und fränkisches Seenland
Bei Kilometer 74 erreichst du den Altmühlsee. Dieser künstlich angelegte Stausee ist ein Paradies für eine Pause.
Verpflegung: In der Umgebung gibt es zahlreiche Restaurants und Biergärten.
3. Das Herzstück: Die 12 Apostel und Eichstätt
Ab Pappenheim entfaltet das Altmühltal seine volle Schönheit. Das absolute Wahrzeichen sind die 12 Apostel – markante Kalksteinfelsen bei Solnhofen, die vor über 150 Millionen Jahren entstanden sind. Kurz darauf erreichst du Eichstätt, wo die Willibaldsburg über der Stadt thront. Ein Besuch im Jura-Museum lohnt sich hier besonders.








Tipps für unterwegs: Technik, Kleidung & Verpflegung
Navigation: Handy oder Radcomputer?
Für lange Touren empfehlen wir einen dedizierten Radcomputer (z.B. Wahoo oder Hammerhead). Er bietet:
Längere Akkulaufzeit.
Robustheit bei jedem Wetter.
Anzeige von „Points of Interest“ wie Trinkwasserstellen.
Das Zwiebelprinzip bei der Kleidung
Das Wetter im Altmühltal kann umschlagen. Setze auf hochwertige Schichten (z.B. von Skinfit). Faustregel für die Kleidungswahl: Zieh dich so an, als wäre es 10 Grad wärmer, als das Thermometer anzeigt – du wirst beim Treten schnell warm.
Fueling: Richtig essen auf dem Rad
Warte nicht auf den Hungerast! Wir nutzen auf langen Touren flüssige Energie (Drinkmix) und Gels, um den Körper konstant mit Kohlenhydraten zu versorgen. Wenn du Zeit hast, ist eine Pause in einem der vielen bayerischen Biergärten natürlich die genussvollere Variante.
Fazit: Radfahren für die Seele
Der Altmühltalradweg bietet alles, was das Radfahrerherz begehrt: Top-ausgeschilderte Wege (einfach den Schildern folgen!), kaum Autoverkehr und eine Landschaft, die einen den Alltag vergessen lässt. Egal ob als sportliche Tagestour über 200 km oder als entspannte Mehrtagestour für die ganze Familie – das Altmühltal ist ein Muss.















